
Die Geschichte des «Prophylaxe Zentrum Zürich»
Durch die Entwicklung einer DH-Ausbildung im Kleinformat unter dem Einfluss des Schweizerischen Roten Kreuzes wurde das Ausbildungs-Curriculum von einer vormals zweijährigen zu einer dreijährigen professionellen Schulung aufgewertet. Im Herbst 1993 entschloss sich deshalb der ehemalige Leiter der Zürcher Dentalhygiene-Schule, Prof. Saxer, zusammen mit einigen Zahnärzten, ein modernes dreijähriges Ausbildungskonzept vorzubereiten. In der Folge eröffnete das Prophylaxe Zentrum Zürich im Wintersemester 1994 den Ausbildungsbetrieb. Der zahnmedizinische, fachliche Leiter, Prof. Saxer, ist gleichzeitig Lehrbeauftragter für Präventivzahnmedizin und Parodontologie am Zentrum für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde der Universität Zürich.Als Schulleiterin konnte damals Frau Christa Haubensak gewonnen werden, Chef-Dentalhygienikerin während 15 Jahren an der ersten Zürcher Schule. Frau Haubensak erarbeitete die Details des neuen Curriculums und legte dieses 1995 dem SRK vor. Die Schule bildet heute in Lerngruppen von 6 bis 10 Studierenden nach aktuellen Leitideen und nach neuester Konzeption auf der Basis des Rahmenlehrplans des BBT (Anerkennungsverfahren läuft) in dreijährigen Lehrgängen dipl. Dentalhygienikerinnen/Dentalhygieniker HF aus. Die Studierenden dieser Kleingruppen werden auf ihrem Ausbildungsweg persönlich und fachlich individuell gefördert und im Fachbereich praxisbezogen unterrichtet.
Die Schulleitung liegt heute bei Frau Christine Bischof.
Die Geschichte der Dentalhygiene begann in den USA
1913 eröffnete der amerikanische Zahnarzt Dr. A.C. Fones in Bridgeport / USA die erste Dentalhygieneschule. Inspiriert wurde Dr. Fones von seinem Kollegen Dr. Smith, der als erster Zahnarzt mit grossem Erfolg an Patienten Zahnreinigungen durchführte. Dr. Fones bildete in einem einjährigen Lehrgang die ersten Dentalhygienikerinnen (DH) aus.Die ersten amerikanischen DH kamen im 2. Weltkrieg mit den alliierten Fliegertruppen nach England. Eine gute Mundhygiene nahm in den USA schon damals einen hohen Stellenwert ein. Daher wurden die Piloten im Rahmen ihres Gesundheitsprogramms von den mitgeführten DH professionell betreut.
Auf der Basis von intensiver Forschungsarbeit in der oralen Präventivmedizin (Vorbeugungsmedizin) hat sich der DH-Beruf in den letzten 30 Jahren enorm weiterentwickelt und ist heute zu einem echten Bedürfnis geworden. DH-Schulen etablierten sich außer in den USA nun auch in folgenden europäischen Ländern: Finnland, Schweden, Norwegen, Dänemark, England, Holland, Japan, Italien, Portugal und der Schweiz.
Einsatz der ersten DH in der Schweiz
Die erste DH in der Schweiz war die Amerikanerin Barbara Benson. Sie wurde 1961 von Prof. H. Mühlemann, dem geistigen Initiator der modernen Präventivzahnmedizin, auf seiner Abteilung am Zahnärztlichen Institut der Universität Zürich und von Dr. R. Boitel in der Privatpraxis eingesetzt.In einer Pionierphase wurden unter der Leitung von Prof. H. Mühlemann, Dr. R. Boitel und weiterer Befürworter der DH in der Schweiz Feldstudien, Demonstrationen, Aufklärungs- und Motivationsvorträge durchgeführt, um die Notwendigkeit der DH-Arbeit zu demonstrieren. Erst nach einem fünfjährigen Kampf der Befürworter konnte die DH-Arbeit 1966 in der Schweiz legalisiert werden.
Die DH-Schulen in der Schweiz
Die erste DH-Schule der Schweiz, die Dentalhygiene-Schule Zürich, nahm im Oktober 1973 mit 20 Schülerinnen den Unterricht auf. Nach einer zweijährigen Ausbildungszeit wurden 1975 die ersten schweizerischen Dentalhygienikerinnen diplomiert.Die Leitung der Schule hatte Prof. Saxer, der die Schule nach langjähriger Vorbereitungszeit aufbaute und 20 Jahre führte. 1976 erfolgte die Eröffnung der DH-Schule in Genf unter der Leitung von Prof. L. Perrelet. 1984 eröffnete die DH-Schule Bern unter der Leitung von Dr. H. Hofstetter ihre Tore. 1993 feierte die Dentalhygiene-Schule Zürich ihr 20-jähriges Jubiläum und diplomierte die 1000. Schweizer DH.
